Note 2,0 – der Watch Winder Smith aus halbtransparentem PE-Kunststoff ist ein solider Einzelbeweger für eine Automatikuhr bis 56 Millimeter. Für 139,99 € bekommst du ein kristallartiges Gehäuse, fünf Drehmodi von 576 bis 2.400 Umdrehungen pro Tag, den bekannten leisen Mabuchi-Motor und wahlweise Netz- oder Batteriebetrieb. Wo er punktet und warum der Preis der Knackpunkt ist – hier der Test.
Watch Winder Smith PE-Kunststoff: das Wichtigste in Kürze
Wenig Zeit? Hier die Eckdaten auf einen Blick:
- Gesamtnote: 2,0 (Schulnote)
- Kapazität: 1 Automatikuhr bis 56 mm Gehäusedurchmesser
- Motor: leiser Mabuchi-Motor (Herstellerangabe unter 20 dB)
- Programme: 5 Modi von 576 bis 2.400 Umdrehungen pro Tag
- Drehrichtungen: im und gegen den Uhrzeigersinn sowie bidirektional
- Stromversorgung: Netzteil oder Batterie
- Material: halbtransparentes, kristallartiges PE-Kunststoffgehäuse
Seine Stärke ist der sehr leise Betrieb (1,6). Kleiner Wermutstropfen sind das Kunststoffgehäuse und der Preis pro Uhrplatz (Preis-Leistung 2,5).
Design und Verarbeitung
Das erste, was auffällt, ist das halbtransparente, kristallartig geschliffene Gehäuse – ein echter Blickfang auf dem Nachttisch, weil sich das Licht in den Kanten bricht. Die Verarbeitung ist sauber: keine scharfen Grate, das Uhrenkissen sitzt fest, der Deckel schließt bündig. Dafür gibt es die Note 2,1.
Angefasst merkst du aber sofort – das ist Kunststoff, kein poliertes Metall und kein Echtholz wie beim Watch Winder Smith WWS-B1BAM oder dem WWS-B2BAM. An deren Wertigkeit kommt das Kristallgehäuse nicht heran. Praktisch: Das Kissen nimmt Uhren mit einem Gehäusedurchmesser bis 56 mm auf, auch dicke Taucheruhren mit Faltschließe passen.
Ich finde das Kristallgehäuse ehrlich schick – aber für 140 Euro hätte ich mehr als Kunststoff erwartet. Wer Wertigkeit zum Anfassen will, greift zum Bambus-Modell.
Sebastian, Redaktion
Funktionen und Bedienung
Im Gehäuse steckt ein hochwertiger Mabuchi-Motor, wie ihn auch die anderen Watch-Winder-Smith-Modelle nutzen. Du kannst zwischen fünf Programmen wählen und die tägliche Umdrehungszahl von 576 bis 2.400 U/Tag an dein Uhrwerk anpassen. Beide Drehrichtungen sowie der bidirektionale Wechselmodus sind vorhanden – damit deckst du jedes gängige Automatikkaliber ab. Ein doppelter antimagnetischer Materialschutz hält Störfelder vom Uhrwerk fern. Dafür gibt es die Note 1,9.
Lautstärke im Test
Wie von Watch Winder Smith gewohnt, läuft auch dieses Modell sehr leise. Der Mabuchi-Motor bleibt im Betrieb unter 20 dB (Herstellerangabe) und ist damit kaum wahrnehmbar – nachts im Schlafzimmer hörst du aus einem Meter Abstand nur ein leichtes, gleichmäßiges Surren, kein Klackern. Dafür gibt es die starke Note 1,6.
Netz oder Batterie – flexibel aufstellen
Der Beweger läuft wahlweise über das mitgelieferte Netzteil oder über Batterien. So bist du bei der Aufstellung nicht an eine Steckdose gebunden und kannst ihn auch mal in Schrank oder Safe stellen. Für den Dauerbetrieb empfehle ich trotzdem das Netzteil – Batterien sind auf Sicht teurer und weniger nachhaltig.
Preis-Leistung
Hier liegt der Knackpunkt. Für 139,99 € bekommst du technisch einen sehr guten Beweger – aber eben nur für eine Uhr. Das drückt die Note auf 2,5.
💡 Unser Tipp: Für ähnliches Geld bewegt der Watch Winder Smith WWS-B2BAM gleich zwei bis vier Uhren im wertigeren Bambus-Metall-Gehäuse. Wer nur eine Uhr hat und günstiger einsteigen will, findet im MOZSLY Einzel-Uhrenbeweger eine deutlich preiswertere Alternative.
Für wen lohnt sich der PE-Kunststoff-Beweger?
Der Watch Winder Smith aus PE-Kunststoff ist für dich, wenn du genau eine Automatikuhr rotieren lassen willst und ein auffälliges Designstück mit Kristalloptik suchst. Technisch macht er alles richtig: leise, flexibel einstellbar, antimagnetisch geschützt.
- Ideal, wenn dir die Optik wichtig ist und du nur eine Uhr bewegst.
- Weniger geeignet, wenn du auf den Preis pro Uhrplatz schaust – dann sind Bambus-Doppelbeweger die bessere Wahl.
Einen vollständigen Überblick über alle empfehlenswerten Modelle findest du in unserem großen Uhrenbeweger-Vergleich.
Fazit
Der Watch Winder Smith aus PE-Kunststoff holt mit der Note 2,0 ein gutes Ergebnis. Leiser Mabuchi-Motor, fünf Modi und der doppelte antimagnetische Schutz machen ihn zu einem technisch überzeugenden Einzelbeweger mit auffälliger Kristalloptik.
Die Kompromisse sind das Kunststoffgehäuse und der Preis von rund 140 € für nur einen Uhrplatz. Wer mehr Uhren bewegen oder mehr Materialanmutung will, findet im Uhrenbeweger-Vergleich die passende Alternative.
Häufige Fragen
Wie viele Uhren passen in den Watch Winder Smith aus PE-Kunststoff?
In dieses Modell passt genau eine Automatikuhr mit einem Gehäusedurchmesser bis 56 mm. Damit sind auch große Taucheruhren mit Faltschließe abgedeckt. Wer mehr Uhren bewegen will, sollte zu einem Mehrfach-Beweger wie dem WWS-B2BAM greifen.
Ist der Uhrenbeweger leise genug fürs Schlafzimmer?
Ja. Der Mabuchi-Motor liegt laut Hersteller unter 20 dB und ist im Betrieb aus einem Meter Abstand praktisch nicht zu hören. Für den Nachttisch ist er gut geeignet.
Läuft der Beweger mit Batterie oder Netzstrom?
Beides ist möglich. Ein Netzteil liegt bei, alternativ läuft das Gerät über Batterien. Für den Dauerbetrieb ist der Netzbetrieb die günstigere und nachhaltigere Wahl.
Welche Drehmodi bietet das Gerät?
Fünf voreingestellte Programme mit 576 bis 2.400 Umdrehungen pro Tag, jeweils im Uhrzeigersinn, gegen den Uhrzeigersinn oder bidirektional. Damit lässt sich jedes gängige Automatikwerk passend einstellen.
Lohnt sich der Watch Winder Smith PE-Kunststoff?
Technisch ja – er ist leise, flexibel und antimagnetisch geschützt. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis schwächelt er aber, weil du für rund 140 € nur einen Uhrplatz bekommst. Wer mehrere Uhren hat, fährt mit einem Bambus-Doppelbeweger günstiger. Ein Vergleich lohnt sich im großen Uhrenbeweger-Vergleich.
