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Testberichte, Infos & Tipps rund um Automatikuhren

FAQ – Fragen & Antworten rund um Uhren

Die große Welt der mechanischen Uhren ist umfangreich und spannend. Wer sich noch nicht mit der Funktionsweise oder den Besonderheiten von Automatikuhren auseinandergesetzt hat, der hat möglicherweise viele Fragen. Unser FAQ Bereich zeigt die wichtigsten Fragen rund um Automatikuhren und die Antworten unserer Redaktion. Hier finden interessierte Leser die wichtigsten Informationen rund um Armbanduhren mit Automatikwerk im Detail – einfach verständlich und sehr informativ.


Die Liste an Uhrenherstellern weltweit ist lang. Die bekanntesten Uhrenmarken kommen natürlich aus der Schweiz. Neben Rolex, Omega, Breitling und IWC sind dort auch zahlreiche Marken aus der Haute Horologie angesiedelt, etwa Patek Philippe oder Vacheron Constantin. Daneben finden sich in Deutschland mit den Marken aus Glashütte und in Japan mit Seiko und Citizen sehr bekannte und international sehr geschätzte Uhrenmarken und Hersteller von Automatikuhren.

Automatikuhren gibt es praktisch in jedem Land weltweit, insbesondere können die Länder Japan, Schweiz und Deutschland aber auf eine lange Uhrmachertradition zurückblicken. Auch Frankreich hat eine lange Tradition was die Herstellung von mechanischen Uhren betrifft. Ein „bestes“ Uhrenland gibt es jedoch nicht. Vielmehr sind die Marken verschiedener Länder oft ähnlich hochwertig und vielseitig, die Designsprache ist jedoch oftmals individuell zurechenbar.

Praktisch jede moderne Uhr verfügt über mehrere Dichtungen. Diese findet man nicht nur bei Taucher- und Sportuhren, sondern auch bei gewöhnlichen Armbanduhren. Die Dichtungen sorgen dafür, dass Wasser und Staub nicht eindringen und das Uhrwerk beschädigen können. Dichtungen befinden sich meist am Gehäuseboden, an der Krone, sowie unter dem Glas und bei einem Chronographen an den Drückern.

Eine gute Automatikuhr passt praktisch zu jedem Typ Uhrenträger. Eine Quarzuhr ist zwar meistens günstiger, diese bietet jedoch bei weitem nicht die Faszination und Kunstfertigkeit von mechanischen Uhren. Dabei müssen Automatikuhren nicht teuer sein – bereits für wenige hundert Euro bekommt man qualitativ hochwertige Automatikuhren aus der Mittelklasse.

Ein Uhrenbeweger macht vor allem dann Sinn, wenn mehrere Komplikationen vorhanden sind, die ein Stellen der Uhr beim Auslaufen nötig machen würden. Dazu zählen vor allem ein Vollkalender oder ein ewiger Kalender. Wer seine Uhr hin und wieder tragen möchte, aber sie nicht durchgehend trägt, kann ebenfalls von einem Uhrenbeweger profitieren. In der Praxis führt ein Uhrbeweger zu einem marginal höheren Wartungsbedarf der Uhr.

Auf den ersten Blick ist die Unruhfrequenz vor allem entscheidend dafür, wie flüssig der Sekundenzeiger über das Zifferblatt gleitet. Die Unruhfrequenz bestimmt, in welchem Takt die Hemmung die Abgabe der Federenergie an das Räderwerk stoppt. Eine höhere Frequenz der Unruh macht die Uhr zwar präziser, das hat jedoch auch einen höheren Verschleiß und muss gegebenenfalls früher zur Revision.

Grundsätzlich können praktisch alle Uhrenarmbänder an jede Armbanduhr montiert werden. Der größte Unterschied ist dabei, dass die Bandanstöße zum Gehäuse passen müssen. Die Breite des Armbands wird in mm angegeben und bestimmt sich nach dem Abstand zwischen den Hörnern an der Uhr. Gängige Anstoßbreiten bei modernen Uhren liegen zwischen 18 und 24 mm. Beim Armband kaufen sollte man also die Stegbreite im Auge behalten.

Saphirglas ist ein wichtiges Material für qualitativ hochwertige Uhren. Das Saphirglas ist eigentlich kein Glas, sondern tatsächlich ein synthetischer Saphir. Dieses Material ist sehr hart und widerstandsfähig gegenüber Kratzern. Es kann zwar nicht poliert werden (ebenso Mineralglas, nicht aber Plexiglas), dafür ist es aber unglaublich kratzresistent. Preislich ist Saphirglas um ein x-faches teurer als Mineralglas, weshalb man es nur bei gehobenen Uhren oder Luxusuhren findet.

Bei einer Quarzuhr kann maximal passieren, dass die Batterie leer wird. Eine mechanische Uhr ist hier deutlich empfindlicher, da hier mechanische Bauteile wie Federn und Zahnräder verbaut sind. Starke Magnetfelder können die Unruh magnetisieren und zu starken Gangabweichungen führen. Auch Wasser und Schmutz sind große Gefahren für Armbanduhren, weshalb die Dichtungen der Uhr kontinuierlich geprüft und nach jedem Öffnen des Gehäuses ausgetauscht werden sollten.

Die Frage, wann eine Automatikuhr spätestens eine Revision braucht, ist nicht leicht zu beantworten. Spätestens dann, wenn die normale Funktionsfähigkeit der Uhr nicht mehr gegeben ist und / oder einzelne Funktionen ausfallen, sollte man die Uhr zum Service geben. Wenn man tiefe Kratzer aus dem Gehäuse oder dem Armband poliert haben möchte, kann man ebenfalls eine Revision in Auftrag geben. Ansonsten muss diese jedoch nicht zwingend regelmäßig durchgeführt werden.

Grundsätzlich wird eine Armbanduhr bei einer Revision komplett überholt. Das betrifft nicht nur das Uhrwerk, sondern auch das Gehäuse und das Armband. Auch die Zeiger und Indizes können bei Bedarf gewechselt werden. Wichtig ist das Ölen und Fetten des Uhrwerks, um gute Gangwerte zu erhalten. Auch eine Prüfung der Wasserdichtigkeit ist essentiell wichtig, insbesondere bei Sport- und Taucheruhren. Bestimmte Leistungen kann man jedoch ausschließen oder gesondert in Auftrag geben.

Für welche Art des Aufzugs man sich entscheidet, hängt maßgeblich von den Präferenzen des Uhrenträgers ab. Die mechanische Bauweise einer Automatikuhr verfügt über mehr Charakter und die schleichende Sekunde sieht sehr ansehnlich aus. Quarzuhren sind deutlich präziser, dafür benötigen diese jedoch eine Batterie. Zahlreiche Quarzuhren sind heute jedoch auch qualitativ hochwertig und verfügen über Uhrwerke mit mehreren Lagersteinen.

Grundsätzlich macht man eine Taucheruhr nicht nur an der Wasserresistenz fest. NEben einer gewissen Wasserdichtigkeit bieten Taucheruhren in der Regel einen verschraubten Gehäuseboden, eine verschraubte Krone und besonders ausgestaltete Dichtungen. Daneben sollte eine Taucheruhr mindestens 20 bar, bzw. 200 Meter wasserdicht sein. Wenn es sich um eine echte Taucheruhr handeln soll, verfügt diese im Idealfall über eine ISO 6425 Zertifizierung.

Die Gangreserve (zu Englisch „Power Reserve“) gibt an, wie lange die Feder bei vollem Aufzug Energie an die Uhr abgeben kann und diese somit am Laufen halten kann. Die meisten Automatikwerke bieten rund 40 Stunden Gangreserve. Mittlerweile gibt es vom Schweizer Werkhersteller ETA auch Kaliber mit rund 80 Stunden Gangreserve. Bereits von sehr günstigen Uhren werden rund 36 Stunden geboten, bei regelmäßigem Aufziehen und / oder täglichem Tragen spielt die Gangreserve aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle.

Im Prinzip sind gefälschte Uhren, wie auch andere Repliken von Luxusartikeln, in Deutschland legal zu tragen. Der gewerbliche Handel mit solchen Produkten ist jedoch verboten und kann horrende Strafzahlungen oder sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Auch die Einfuhr von Fake Uhren in größeren Mengen kann zu Problemen mit dem Zoll führen. Im Idealfall greift man nicht zu gefälschten Uhren, sondern kauft sich eine Hommage Uhr, etwa von Invicta oder Gigandet.

Echte Luxusuhren von Rolex, Breitling, Omega oder IWC kosten mehrere tausend Euro, weil hier sehr viel Arbeit und Entwicklung in den Modellen steckt. Alleine die Entwicklung eines Manufakturwerks kostet rund 1 Million Euro. Daneben werden in diesen Uhren hochwertigere und teurere Materialien verwendet, als dies bei günstigeren Automatikuhren der Fall ist. Dem höheren Kaufpreis einer Luxusuhr steht im Regelfall auch ein besserer Werterhalt gegenüber.

Die einfachsten Arbeitsschritte beim Umgang mit einer Uhr sollten von einem Uhrenfan oder Sammler von Automatikuhren durchgeführt werden können. Dazu zählt vor allem das Öffnen des Gehäuses, das Kürzen von Stahlarmbändern oder das Montieren eines neuen Uhrenarmbands. Hierfür benötigt man einiges an Werkzeug, für den privaten Gebraucht empfehlen sich hier jedoch günstige Werkzeug-Sets für Uhrmacher. Diese leisten praktisch alles, was man im Alltag braucht.

Das Uhrwerk ist natürlich das Herz einer Automatikuhr. Dabei gibt es jedoch viele weitere Faktoren, die den Kaufpreis einer Armbanduhr maßgeblich bestimmen. Viele Uhren aus unterschiedlichen Preissegmenten können über das gleiche Werk verfügen. Je nachdem, wie stark das Werk vom Uhrenhersteller modifiziert wurde, ist die Uhr teurer oder günstiger. Manufakturwerke dagegen sind praktisch immer relativ teuer, eine Ausnahme stellt hier lediglich die japanische Marke Seiko dar.